"Die erste Ausfahrt"

Reise-geschichten

Nachdem das Tesomobil in der Scheune eines guten Freundes einige Wochen verbracht hatte, ließen wir es wieder an die frische Luft. Es waren vor der ersten Ausfahrt, unter anderem zum Besuch der diesjahrigen Allradmesse "Abenteuer Allrad" in Bad Kissingen noch einige Arbeiten zu erledigen. Zwar habe ich die Wasserinstalationen mit größtmöglicher Sorgfalt ausgeführt. In diesem Zusammenhang möchte ich besonders Dominik nachträglich meinen Dank aussprechen. Jeder der ihn kennt weiß wen ich meine. Er hat erklärt, ein anderer gut zugehört und gemacht. 



Aber jeder, der so etwas bereits ein, oder auch zweimal eigenhändig gemacht hat weiß, dass es immer wieder vorkommen kann, dass nicht alles dicht ist. Interessanterweise fand sich beim Drucktest eine Undichtigkeit an genau dem gleichen Bauteil, wie bereits beim ersten Tesomobil. Dies schnell behoben, konnte dann auch das Tankvolumen ausgenutzt werden und Wasser an Bord genommen werden. Schließlich wollten wir zu dritt diese Rundfahrt antreten und da braucht es vor allem Wasser.

Nach drei Tagen des Komplettierens, dem ein oder andere Bieres oder Weines mit unseren unendlich lieben und hilfreichen Gastgebern - vor allem klein Paula hat es genossen - fuhren wir von Süddeutschland nach Bad Kissingen, um uns dort den staubigsten Standplatz auf der diesjährigen Abenteuer Allrad zu suchen. Sind seinerzeit noch reihenweise Autos im Matsch versunken, war es dieses Mal unglaublich heiß, weil sonnig, und wir wohnten in einer Kurve, an der - leider oder umso besser - viele Fahrzeuge unterschiedlichster Art und Ausbaustufe, auf dem Weg nach einem passenden Stellplatz, vorbeifuhren. 

Um es vorweg zu nehmen. Wir haben von rückkehrenden Messebesuchern mit sonnenverbrannten Gesichtern gehört, dass es diese Messe auf dem Mesegelände tatsächlich gab. Letztlich und geschuldet unserer Tochter, die - nebenbei bemerkt - die jüngste Teilnehmerin dieser Veranstaltung war, haben wir uns gegen einen Besuch der Messe entschieden. An einzelnen Messeständen gab es ohnehin lediglich das Selbe wie im Vorjahr zu bestaunen und gibt es darübehinaus Stimmen, die besagen, dass die eigentliche Messe unten auf der Camp-Area stattfindet. Zumal ich die für mich interessanten Neuigkeiten von Besuchen bei entsprechenden Herstellern aus erster Hand kenne, wollte ich unserem Schatz diese Hitzeschlacht in den ersten Lebenswochen nicht zumuten. Eine gute Entscheidung, wie sich im Laufe der Veranstaltung herausstellte. Angenehmer Nebeneffekt war denn auch, dass einige der Aussteller und Besucher sowie Freunde und alte Reisebekanntschaften sich am Grill oder am Kühlschrank des Tesomobils wiederfanden und man sich auch so mal wieder in die Augen schauen konnte. Schön war es und vielen Dank für die netten Begegnungen, den sehr guten Kaffee aus der Schweiz - wir sehen uns hoffentlich bald wieder - Dank auch an die helfende, schiebende Hand der Nenntante an Paulas Kinderwagen. Wer weiß, wo man sich wieder sieht. Wir freuen uns darauf.  

Vor Verlassen der Camp Area wurden wir, nichtwissend, von einem uns unbekannten Fotografen (Torsten Seibt) abgeschossen. Er erwies sich jedoch indirekt als netter Mensch, da er uns die Nutzung des Fotos freundlicherweise im Nachgang erlaubte. Schade, hätte ich doch gerne mit ihm geplaudert.

 
Foto: Torsten Seibert / mit freundlicher Genehmigung der Motor Presse Stuttgart GmbH

Nach drei Tagen in der staubigen Kurve verließen wir auch dann die diesjährige Abenteuer Allrad und schuckelten ins Rheinland, um alte Freunde, vor allem aber die Oma zu besuchen. Unsere wertvolle Fracht hat sowohl die Kissinger als auch die Fahrt sehr gut überstanden und wir konnten einige Tage mit der Familie in Bonn verbringen.  Dort ist es doch, wie immer, am schönsten.

Die Rückfahrt führte uns noch einmal zurück zu unseren Freunden nach Süddeutschland, ehe wir wieder - zugegebenermaßen ordnungswidrig, obgleich des fehlenden Reisepasses unserer kleinen Paula - den Grenzübertritt nach Österreich in Angriff nahmen. In Oberösterreich galt es noch, alte und gute Freunde von Karin zu besuchen und so genossen wir, in abgeschiedener Umgebung, nochmals schöne Zeiten mit Poolungeheuern, Grillabend und anschließendem Wellnessfrühstück. Ach, wie schön kann es sein, mit der Wohnung von Freund zu Freund zu reisen und alle diese lieben Menschen zu besuchen. 

Irgendwann - nach immer regelmäßigen Pausen - kamen wir dann zurück nach Wien. Das Tesomobil geparkt und wieder in unsere Immobilie eingezogen, da sich nun bei uns Freunde angekündigt hatten, um uns ihren Besuch abzustatten. 



Es geht weiter und wir planen die nächste Ausfahrt bzw. Reise mit dem Tesomobil, nachdem diese erste Testfahrt unter Realbedingungen so gut funktioniert hat. Bis dahin sind wir telefonisch in Kontakt.
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