"Tarifa 2015"

reise-geschichten


Immer an der gegenüberliegenden Seite, wo ich aufgestiegen war, wieder vom Brett gefallen, ist mir das Surfen nie richtig näher gekommen. So kommt es, dass Tarifa 2015 tatsächlich das erste Mal Tarifa für mich, bzw für uns ist. Für Paula sowieso, wobei sie sich wirklich nicht beschweren kann, in ihrem kurzen Leben bislang reisetechnisch zu kurz gekommen zu sein. Mittlerweile lebt sie sogar länger im LKW als Zuhause. An der Straße schlafen ist nicht jedermanns Sache, aber die der Paula sicherlich. Ich werde sie gerne unterstützen, sofern sie sich einmal in weiter Zukunft einen T17, oder mit H-Kennzeichen ausgerüsteten T5 zum Wohnmobil ausbauen und mir ihrem Surferfreund nach Tarifa fahren möchte. 



Es hat die üblichen Parkplätze am Meer, an denen sich - mittlerweile sind es ja Kite-Surfer - Surfer, oder ebenso Wohnmobilfahrer versammeln, um ihre Nacht in angenehmer Umgebung, einen Campingplatz vermeidend, zu verbringen. Wir brauchen keinen Campingplatz. Duschen sind oftmals kalt, Toiletten n icht so, dass man sich wohlfühlt und Strom - für viele Wohnmobile das Totschlagargument - ist für uns genug vorhanden, ob in 12, 24, oder gar in 220 Volt. 

Aber, es gibt wie überall auf der Welt, hält man nur die Augen und Ohren immer fein geöffnet auch hier sehr nette Menschen zu treffen. Bei der Vorbeifahrt an einer Einfahrt fällt uns ein goldener Amicamper - ich dachte zuerst an einen Airstream - auf.



Wir halten an, stoßen zurück und fahren die Straße zum Strand hinunter. Es handelt sich um einen Parkplatz direkt am Strand, an dem sich bereits einige Wohnmobile versammelt haben. Aufgefallen ist mir, weil von der Straßen aus sichtbar, nur das von Lenze und Marianne. Der Motor ist noch nicht aus, da quasseln wir schon über dies und das und stellen uns schließlich hinter sie. Das hollandisch-dänische Paar im wunderschönen Camper, uns inspiriert es wieder an den gut verstauten Schoolbus, ist gleich zu einem netten Gespräch bereit und wir füheln uns zu hereinbrechenden Sonnenuntergang erst einmal angekommen an unserem ersten Etappenziel. Am Ende des Weges bevor das Schiff kommt. 

Nach unseren, mittlerweile ritualisierten Abläufen, sehen wir der Sonne zu, wie sie im Meer versinkt. Das bekannte Liedchdn wird angestimmt, obwohl es doch topografisch fehl am Platze ist. 



Eine willkommene wie gelungene Ankunft. Wie viele Kilometer das nun sind bis hier hinunter, werden wir erst nach Zurückziehen in unsere Wohnkabine zusammenrechnen. Erst einmal Abendessen für unsere Kleine, wir haben eine bereits fertig gekochte Bollo-Sauce im Kühlschrank, die es lediglich aufzuwärmen gilt. Ein Schluck Wein, ein Kartenspiel und irgendwann die Augen zu. Wie es dann weiter geht, schauen wir morgen. Bis dahin...
 
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